Publicatie Auswirkungen von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern auf die kognitiven Fähigkeiten bei älteren Menschen (über 60-Jährigen) – Ergebnisse einer experimentellen, randomisierten, doppelblinden Crossover-Studie mit einer Scheingruppe bei Frauen und Män

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Sauter, C., Dorn, H., Bueno-Lopez, A., Eggert, T., Schmid, G., Danker-Hopfe, H.

In dieser Studie konzentrierten die Forscher sich auf die kognitiven Fähigkeiten von älteren Menschen oder mit anderen Worten ihre intellektuellen Fähigkeiten, wie ihre Erinnerungsfähigkeit, Aufmerksamkeit oder ihr Denken. Sie bezweckten zu studieren, wie empfindlich diese Population gegen einer Exposition gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (HF-EMF) ist.

Dazu rekrutierten die Forscher Freiwillige im Alter von 60 bis 80 Jahren (Nichtraucher) mit einem regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus, ohne Anamnese oder einen bestehenden übermäßigem Konsum von Produkten wie Kaffein oder Alkohol und die keine Behandlung mit möglichen Auswirkungen auf das Gehirn bekamen.

Die Freiwilligen wurden eingeladen, 10 Nächte im Forschungslaboratorium zu schlafen, mit einer Woche zwischen den Tests. Jede der 10 Nächte wurde von einem Laborbesuch tagsüber gefolgt. Die Analysen während der im Labor verbrachten Nächte werden in einem anderen Artikel behandelt und nicht hier besprochen. Wir konzentrieren uns hier auf die Ergebnisse der Besuche tagsüber.

Die erste Sitzung (1 Nacht, 1 Besuch tagsüber) bezweckte, die Teilnehmer mit dem Labor, den Verfahren und den durchzuführenden Tests vertraut zu machen.

Jeder Besuch tagsüber fing um 13.30 Uhr an und endete ungefähr um 18.00 Uhr. Die Besuche bestanden aus 5 Phasen

  • Vorbereitung der Teilnehmer: Elektroden werden am Kopf und eine HF-EMF-Sendeantenne am linken Ohr angebracht (2 Stunden)
  • sitzen und lesen (30 Minuten)
  • physiologische Tests: (Untersuchung der Pupillen, der elektrischen Aktivität des Gehirns usw.) (1 Stunde)
  • kognitive Aufgaben in Zusammenhang mit Beachtung, Aufmerksamkeit und Gedächtnis (1 Stunde)
  • Entfernung der Elektroden und der Antenne

Die Exposition fing ab der ersten Lesephase (2) an und dauerte bis zum Ende der kognitiven Tests (4). Die Teilnehmer wurden beliebig einer der drei nachstehenden Sachen ausgesetzt: (a) HF-EMF von 900 MHz (Mobiltelefon), (b) TETRA-HF-EMF (benutzt von Not- und Sicherheitsdiensten, Frequenz von 385 MHz), (c) Scheingruppe: identische Umstände wie bei der Exposition gegenüber HF-EMF, aber das Expositionssystem wird nicht angeschaltet. Dies sorgt dafür, dass ein etwaiger Unterschied zwischen den Sitzungen mit Exposition und mit Scheinexposition der Exposition und nicht einem anderen Parameter, der in der Testumgebung zwischen den beiden Gruppen unterschiedlich wäre, zuzuschreiben ist. Nach neun Sitzungen wurde jeder Teilnehmer drei Sitzungen jeder Art der Exposition ausgesetzt.

Alle Testsitzungen wurden doppelblind durchgeführt, dies bedeutet, dass weder die Forscher oder die Teilnehmer die Exposition (HF-EMF 900 MHz / HF-EMF TETRA / Scheinexposition) kannten, um jeglichen Einfluss, sogar unbeabsichtigt, auf die Ergebnisse zu vermeiden. Die spezifische Absorptionsrate (SAR) für den Kopf war 6 W/kg bei der TETRA-Exposition und 2 W/kg bei der 900-MHz-Exposition. Die SAR ist die Einheit für die Menge hochfrequenter Energie, die der Körper oder ein Teil des Körpers während einer HF-EMF-Exposition absorbiert.

Zur Messung der Beachtung der Teilnehmer benutzten die Forscher einen visuellen und auditiven Test. Die Teilnehmer wurden gebeten, Unregelmäßigkeiten in Reihen von visuellen und akustischen Stimuli (2 Teiltests) festzustellen. In einem anderen Test zur Messung der Beachtung, mussten die Teilnehmer so schnell wie möglich eine Taste eindrucken, wenn sie auf dem Bildschirm sahen, dass 3 der 7 Dreiecke nach oben oder nach unten wiesen. In Bezug zur Aufmerksamkeit mussten die Teilnehmer eine Unregelmäßigkeit bei der Auf- und Abwärtsbewegungen eines Balkens feststellen. Schließlich wurde ihre Erinnerungsfähigkeit mittels eines visuellen Tests bewertet, wobei beliebig Ziffern in einer geometrischen Figur erschienen. Die Teilnehmer wurden gebeten, auf einer Tastatur mit einer ähnlichen Form anzugeben, wo die Ziffern erschienen. Es gab drei Schwierigkeitsgrade: Sofort beim Erscheinen einer Ziffer (Grad 1) reagieren, die Position der Ziffer behalten und erst reagieren, als die nächste Ziffer erscheint (Grad 2) oder erst nach den beiden Ziffern reagieren (Grad 3). Für jeden Test wurden die Reaktionszeit und die Anzahl richtiger Antworten registriert.

Die HF-EMF-Exposition hatte keine oder sehr kleine Auswirkungen auf die kognitiven Leistungen der älteren Menschen im Vergleich zu der Scheinexposition. Die Forscher erwähnen, dass die Ergebnisse anderen zu diesem Thema veröffentlichten Studien entsprechen. Sie schlagen auch vor, die Studien mit einem 5G-Signal und einer ausreichenden Zahl von Teilnehmern zu replizieren, um eine eingehendere Analyse zu ermöglichen. Es stimmt auch, dass eine der wichtigsten Einschränkungen dieser Studie die kleine Zahl von Teilnehmern ist.

Diese Studie ist von guter Qualität. Die Forscher haben ein Dokument, in dem die Methode ihrer Studie genau beschrieben wird, verfasst. Zudem haben sie alle erforderlichen Kriterien für eine qualitativ hochwertige Studie (Blindversuche, Expositionsinformationen (z. B. SAR), Scheinexposition usw.) eingehalten. Sie stellten auch sicher, dass wichtige Störfaktoren, wie ein übermäßiger Konsum von Alkohol, Kaffee oder Medikation, der die kognitiven Leistungen und so die Ergebnisse der