Gezondheid
5G en gezondheid
Hoe gezond is 5G? Blootstellingslimieten en stralingsnormen beperken de impact op onze gezondheid. Om te begrijpen wat dat precies is, duiken we in de wereld van de elektromagnetische straling.
Die Forscher haben eine experimentelle Studie durchgeführt, bei der die Teilnehmer freiwillig elektromagnetischen Feldern (EMF) von einem Smartphone ausgesetzt wurden. Das Forschungsteam verfolgte zwei Ziele: Zunächst überprüfte es, ob das Tragen eines Smartphones in Körpernähe unter verschiedenen Expositionsszenarien die Frequenz und Regelmäßigkeit der verschiedenen Phasen des Herzschlags beeinflussen kann. In einem zweiten Schritt wurde geprüft, ob der Blutdruck- und Body Mass Index (BMI - Tool zur Beurteilung des Verhältnisses des Körpergewichts zur Körpergröße) in den getesteten Herzparametern eine Rolle spielen kann. Das Team entschied sich dafür, den Blutdruck und den BMI zu erfassen, da diese beiden Variablen bereits für ihren Einfluss auf die Herzfunktion bekannt sind.
Die Forscher rekrutierten 20 junge Männer vom College of Medicine (der King Saud bin Abdulaziz University for Health Sciences, Riad, Saudi-Arabien). Die meisten von ihnen waren zwischen 21 und 25 Jahre alt und alle waren gesund. Die Teilnehmer wurden gebeten, in den 12 Stunden vor dem Experiment den Konsum koffeinhaltiger Getränke, körperliche Aktivitäten und die Nutzung ihrer Smartphones zu vermeiden. Während des Experiments wurden die Teilnehmer vier aufeinanderfolgenden Szenarien einer Exposition gegenüber einem Smartphone (in diesem Fall einem iPhone 5+) ausgesetzt.
Die vier getesteten Expositionsszenarien waren die folgenden, jeweils mit einer Dauer von 15 Minuten:
Die Sitzungen dauerten insgesamt 2 Stunden. Jede Sitzung begann mit einer 15-minütigen Eingewöhnungsphase ohne Exposition, gefolgt von den vier Szenarien mit jeweils einer 15-minütigen Pause dazwischen, in der die Teilnehmer das Labor ohne eingeschaltetes Telefon verließen.
Der Herzrhythmus wurde kontinuierlich mittels eines Elektrokardiogramms (EKG) aufgezeichnet. Das EKG liefert eine grafische Darstellung der Herzfrequenz. Dies wird durch die Anbringung von Elektroden an verschiedenen Stellen des Körpers erreicht. Sie dienen dazu, die vom Herzen ausgesendeten elektrischen Signale aufzuzeichnen. Das EKG wandelt die aufgezeichneten Signale in ein Diagramm um, auf dem jeder Herzschlag und alle Phasen, aus denen er besteht, deutlich zu erkennen sind. Jeder Herzschlag besteht aus fünf sehr gut erkennbaren Phasen, die kontinuierlich und immer in derselben Reihenfolge aufeinander folgen. Beim Lesen des EKGs und abhängig vom Abstand zwischen den Phasen und Schlägen ist es möglich, zu überprüfen, ob der Herzrhythmus regelmäßig ist, und mögliche Abweichungen zu identifizieren.
Vor dem Anbringen der Elektroden wurden Blutdruck, Größe und Gewicht der Teilnehmer gemessen.
Die ersten 5 Minuten jedes Szenarios wurden aus den Analysen entfernt, um zu verhindern, dass die Ergebnisse durch möglichen Stress beeinflusst werden, den die Teilnehmer zu Beginn eines neuen Szenarios empfinden (z. B., wenn das Telefon klingelt), und um ihnen Zeit zu geben, sich an den Prozess zu gewöhnen. In den Analysen verglichen die Forscher die Werte vor dem Szenario (d. h. die EKG-Messungen während der Eingewöhnungsphase vor jedem Szenario) mit den Werten nach dem Szenario (d. h. den EKG-Messungen während des Expositionsszenarios).
Die Forscher stellten keinen signifikanten Unterschied zwischen den Ergebnissen der Herzanalysen vor und nach den Szenarien 2, 3 und 4 fest. Allerdings wurden bei Szenario 1 (Smartphone nah am Herzen, im Lautlos-Modus) erhebliche Unterschiede festgestellt. Es scheint, dass dieser Unterschied mit einer Veränderung des (systolischen) Blutdrucks zusammenhängt. In dieser Studie wird der BMI nie mit Veränderungen der Herzfrequenz in Verbindung gebracht, und der Blutdruck scheint die Herzfrequenz in den Szenarien 2 und 4 nicht zu beeinflussen.
Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern von Smartphones einen potenziellen Einfluss auf die getesteten Herzparameter haben kann. Sie schließen jeden Einfluss des BMI auf diese Wechselwirkung aus. Sie betonen die Notwendigkeit, die Expositionswerte gegenüber elektromagnetischen Feldern zu überwachen, insbesondere bei Menschen mit Herzerkrankungen. Die Forscher fordern Menschen, die regelmäßig ein Smartphone nutzen, dazu auf, ihre Exposition zu reduzieren, indem sie beispielsweise die Dauer ihrer Telefongespräche verkürzen oder eine Freisprecheinrichtung verwenden.
Wir betonen, wie wichtig es ist, dass diese Tests an Personen durchgeführt wurden, die in den 12 Stunden vor dem Experiment keinen Kaffee getrunken und keine sportlichen Aktivitäten ausgeübt hatten. Kaffee und körperliche Aktivität können nämlich die Herzfrequenzvariabilität (HFV) beeinflussen, und diese Einschränkung hilft, bestimmte Verzerrungen zu vermeiden.
Wir stellen jedoch fest, dass ihre Schlussfolgerungen und Empfehlungen angesichts der Ergebnisse und der zahlreichen Einschränkungen ihrer Methodik sehr voreilig erscheinen:
Diese Studie weist eine erhebliche Anzahl von Verzerrungen und Einschränkungen auf. Um die Zuverlässigkeit der Ergebnisse zu erhöhen, sollten die Studien mehrfach wiederholt und die Anzahl der kontrollierten Faktoren erhöht werden, um Interpretationsverzerrungen so weit wie möglich zu begrenzen.